Länderinformation Belize

Mit etwa 23.000 Quadratkilometern Fläche gehört Belize zu den kleinsten Staaten in der Neuen Welt. Zudem gilt das zum britischen Commonwealth gehörende Land am Golf von Mexiko als Außenseiter im sonst eher spanisch und portugiesisch geprägten Kulturraum Lateinamerikas, denn in Belize wird hauptsächlich Englisch gesprochen.

Nachdem die ehemalige Hauptstadt Belize City 1961 von einem Hurrikan zerstört wurde, errichtete man eine neue Kapitale im Landesinneren. Das auf dem Reißbrett geplante Belmopan (künstliche Wortkreation aus Belize und dem Fluss Mopan) dient jedoch nach wie vor lediglich als politisches Zentrum ohne große Anziehungskraft auf Einwohner und Touristen. Die Bevölkerung ist bunt gemischt: Wer seinen Urlaub in Belize verbringt wird ebenso auf indigene und afrikanischstämmige Menschen treffen wie auf Asiaten und Weiße.

Vor der Kolonialisierung gehörte Belize zum Herrschaftsbereich der Maya - bis heute zeugen zahlreiche archäologische Ausgrabungsstätten vom Einfluss der alten Hochkultur, die sich einst über die ganze Halbinsel Yucatan erstreckt hat. Ihre Hinterlassenschaften sowie die überwältigende Natur des zu 50 Prozent von Regenwald bedeckten Territoriums sind der Grund, warum Reisen nach Belize immer beliebter werden. Der Fremdenverkehr macht mittlerweile ungefähr ein Zehntel des Bruttoinlandsprodukts - Landwirtschaft und Dienstleistungen dominieren das Wirtschaftsleben in Belize nach wie vor.

Das demokratische System des Landes hat sich in der Vergangenheit als verhältnismäßig stabil erwiesen: Seit der Erlangung der Unabhängigkeit im Jahr 1984 hat es in Belize - anders als in vielen benachbarten Staaten - weder Bürgerkriege noch Putschversuche gegeben. Wenngleich die Ineffizienz von Polizei und Justiz nach wie vor kritisiert wird, gelten Individual- und Pauschalreisen nach Belize bei Beachtung gewisser Vorsichtsmaßnahmen als relativ ungefährlich.