Reisebericht Phu Quoc

Die Insel Phu Quoc im Süden Thailands, direkt an der kambodschanischen Grenze, ist noch eine unentdeckte Perle Asiens. Hier trifft man auf eine zauberhafte Natur, endlose weite Strände und Menschen die einem freundlich und lächelnd begegnen. Zwar hat sich der Tourismus spürbar entwickelt, jedoch ist er noch Meilen von den touristischen Inseln Thailands entfernt. Kenner Asiens vergleichen die Insel mit der Insel Ko Samui vor etwa 25 Jahren. Phu Quoc ist in einer Stunde mit dem Flugzeug von Saigon aus oder in knapp 2,5 Stunden auf dem Wasserweg über Rach Gia zu erreichen. Es gibt vieles zu entdecken auf den staubigen Pisten der Insel. Der Kern Phu Ouocs, ein alter Waldbestand, wurde vor fünf Jahren unter Naturschutz gestellt. Dadurch bietet sich einem ein unvergessliches Naturerlebnis beim durchqueren des Parks. Die bis zu 600 Meter hohen bewachsenen Berge der Insel und die flachen, feinen, teilweise sogar pulverweißen Sandstrände, machen Phu Quoc zu einem einmaligen Ereignis. In den flacheren Talsohlen der Insel und im Küstenbereich befinden sich zahllose Pfefferplantagen. Diese dienen den Einheimischen, neben dem Fischfang, als Haupteinnahmequelle und Broterwerb.

Aus Phu Quoc kommt auch die in ganz Asien berühmte und wegen ihrer angeblich gesundheitsfördernden Wirkung bekannte Nuoc Mam Fischsauce. Dabei werden Silberfische nach dem fangen getrocknet und anschließend in großen Holzfässern monatelang fermentiert. Der Sud, der nach dem auspressen entsteht, ergibt dann die Fischsauce Nuoc Mam. In einigen der Nuoc Mam Fabriken der Insel kann man sich die Herstellung und Lagerung der Spezialität anschauen und die Fischsauce anschießend verkosten.

Zur Eroberung der Insel ist die Benutzung eines Motorbikes unerlässlich. Aufgrund der großen Distanzen, Phu Quoc ist etwa 60 km lang und 30 km breit, und der nicht vorhandenen öffentlichen Verkehrsmittel bleibt einem somit nur diese Wahl. Fährt man von der Hauptstadt Duong Dong, im Westen der Insel, aus Richtung Norden sollte man auf jedenfall einen Besuch in dem Fischerdorf Rach Vem einplanen. Das von der Stromversorgung und von Telfonverbindungen noch vollständig ausgeschlossene Fischerdorf ist sicher schon die Reise nach Phu Quoc wert. Die Ursprünglichkeit und Gelassenheit der Fischerfamilien in ihren einfachen Behausungen ist sicher einer der schönsten Eindrücke, die einem von Vietnam in Erinnerung bleiben. Durch die zahllosen langen und zum baden bestens geeigneten Strände wird man während seiner Besichtigungstour immer wieder zu einem Sprung ins klare Meerwasser eingeladen.

In der Hauptstadt Duong Dong erstreckt sich entlang des Hafens der Tagesmarkt. Dort kann man nicht nur die Dinge des täglichen Bedarfs besorgen sondern direkt an einem der unzähligen Fischerboote die Tagesfänge betrachten. Der Fischfang der Insel ist hauptsächlich auf Tintenfische ausgerichtet. Nachts sieht man von der Küste aus, wie an einer Perlenschnur aufgereiht, dutzende Leuchtkegel am Horizont. Die Fischer versuchen dabei mit großen Strahlern die Schwärme anzulocken und mit Netzen an Bord zu ziehen. Wer es gerne einmal selber ausprobieren möchte, kann eines der kleineren Boote nachts begleiten. Wem dies nicht liegt und sich eher sportlich betätigen möchte, für den bieten sich zum Schnorcheln und Tauchen eine der kleinen vorgelagerten Inseln mit Korallenriffen und artenreichen Fischbeständen an.

Phu Quoc ist auf jeden Fall ein beeindruckendes und facettenreiches Naturerlebnis. Es ist einer der Orte von dem man sich nur schweren Herzens wieder verabschiedet. Ist es dann doch soweit und man tritt wieder den Heimweg an weiß man genau: "Bis zum nächsten Mal". Infoseite über Krabi in Thailand besuchen.

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