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Das Orinoco Delta in Venezuela

Mit über 2000 Kilometern Länge ist der Orinoco der drittgrößte Fluss Südamerikas. Auf seinem Weg zum Atlantischen Ozean verzweigt sich der gewaltige Strom in knapp 400 Flussarme. Die gigantischen Wassermassen speist der Orinoco aus den Niederschlägen. Das Orinoco Delta liegt im Nordosten Venezuelas und ist in etwa so groß wie die Schweiz.

Abenteuer im Dschungel

Vom Camp oder der Lodge aus können geführte Touren durch den tropischen Regenwald unternommen werden. Zu Fuß, mit dem Kanu oder Motorboot erleben Reisende ein besonderes Abenteuer. Im Mündungsgebiet des Orinocos wächst eine üppige Vegetation aus Mangroven, Palmen, Orchideen, Baumfarnen und Wasserpflanzen. Aber nicht nur die Pflanzen-, sondern auch die Tierwelt des Deltas ist äußerst vielfältig. Neben Katzen wie Puma, Jaguar oder Ozelot sind hier diverse Affenarten beheimatet. Kormorane, Kolibris, Silberreiher, Falken, Papageien, farbenfrohe Schmetterlinge, Reptilien, Amphibien, Fische, Otter, Seekühe und die vom Aussterben bedrohten Süßwasserdelfine können während einer Tour beobachtet werden. Für besonderen Nervenkitzel sorgen Piranhas, Schlangen und vielleicht sogar eines der seltenen Orinoco-Krokodile. Begegnungen mit großen Würgeschlangen wie Anakonda oder Boa Boa sind extrem selten. Eine Attraktion im Orinoco Delta ist das Angeln von Piranhas, die abends in der Lodge zubereitet werden. Innerhalb kürzester Zeit tauchen große Piranha-Schwärme auf, die sich auf die Fleischköder stürzen.

Die Warao-Indianer

Ein besonderes Highlight der Orinoco-Reise ist der Kontakt mit den Warao-Indianern. Das indigene Volk lebt in kleinen verstreuten Siedlungen, die aufgrund des sumpfigen Untergrunds aus hölzernen Pfahlbauten bestehen. Die Warao heißen ihre Gäste herzlich willkommen und zeigen den Besuchern ihre traditionelle Lebensweise. Sie erklären die Anwendung von Heilpflanzen und präsentieren ihren sogenannten "Lebensbaum", die Moriche Palme. Ihre Blätter dienen der Herstellung von Hängematten, Seilen und Körben und aus den Früchten werden Speisen zubereitet. Mit einem kleinen Einbaum, einem Kanu, führt ein Warao-Indianer die Gäste durch schmale Kanäle und weiht sie in die Geheimnisse des Dschungels ein.

Weiteres dazu gibt’s bei Venezuelanature